Eine Kriegerin mit weißem Haar und ein wolfsähnlicher Krieger mit leuchtenden Augen und flammendem Schwert in Kampfpose.
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Roguebook für 1,99 Euro im PlayStation Store

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Roguebook kostet im PlayStation Store aktuell 1,99 Euro. Der Deckbuilder verbindet Kartenkämpfe mit einer Karte, die erst durch begrenzte Tinte sichtbar wird.

Roguebook ist im PlayStation Store derzeit für 1,99 Euro erhältlich. Das Angebot läuft laut Store bis zum 27. August um 00:59 Uhr. Für diesen kleinen Preis steht hier kein bloßes Kartenspiel bereit, sondern ein Roguelike, das seine wichtigste Entscheidung schon vor dem nächsten Kampf stellt: Welchen Teil der Karte deckt man überhaupt auf?

Das Besondere an Roguebook liegt nicht allein im gemeinsamen Kartendeck zweier Figuren. Die Reise durch das magische Buch führt über ein zunächst leeres Hexfeld-Raster. Erst Tinte macht Wege, Ereignisse und Möglichkeiten sichtbar. Weil diese Ressource begrenzt ist, wird jede aufgedeckte Ecke der Karte zu einer Abwägung. Das passt gut zu einem Genre, in dem sonst oft der Kampf klar im Mittelpunkt steht.

Erkundung ist Teil jeder Runde

Die prozedural erzeugte Karte verändert sich von Durchlauf zu Durchlauf. Roguebook fordert deshalb nicht nur dazu auf, Karten klug auszuspielen, sondern auch die Route bewusst zu planen. Mehr Tinte kann neue Chancen freilegen. Sie fehlt dann aber an anderer Stelle. Gerade dieser Gedanke verleiht der Erkundung Gewicht, ohne dass das Spiel dafür komplizierte Regeln voranstellen muss.

Für Fans von Aufbau und Strategie ist das ein interessanter Unterschied: Entscheidungen entstehen nicht erst, wenn Gegner gegenüberstehen. Sie beginnen auf der Karte. Wer lieber jeden Bereich aufdecken möchte, muss mit den vorhandenen Mitteln auskommen. Wer früh einen direkten Weg sucht, lässt mögliche Belohnungen vielleicht liegen.

Roguebook spielt in der Welt von Faeria. Zwei Helden sind darin in den Seiten eines magischen Buches gefangen und kämpfen sich durch dessen Kapitel. Die Geschichte bleibt nach den vorliegenden Eindrücken eher im Hintergrund. Das Spiel setzt stärker auf die wiederholbaren Wege und die Folgen eigener Entscheidungen.

Zwei Figuren, ein Deck

Im Kampf steuert man gleichzeitig zwei Charaktere. Beide bringen eigene Karten mit, gezogen wird aber aus einem gemeinsamen Deck. Daraus ergibt sich eine praktische Frage: Welche Karte hilft jetzt der Figur in der passenden Position?

Die Plätze der beiden Helden sind mehr als Dekoration. Manche Karten tauschen ihre Positionen und können dadurch andere Effekte verstärken oder abschwächen. Ein Zug kann somit die Grundlage für den nächsten verändern. Das Zwei-Helden-System macht Roguebook taktischer als ein klassischer Deckbuilder mit nur einer Spielfigur, bleibt laut den verfügbaren Angaben beim Einstieg aber verständlich.

Auch die Gegner liefern Informationen, bevor sie handeln. Angriffstyp und Schaden werden angekündigt. Das nimmt den Kämpfen nicht die Spannung, sondern verschiebt sie: Wichtig ist, ob das eigene Deck gerade einen sinnvollen Konter zulässt. Edelsteine erweitern Karten um zusätzliche Effekte und machen weitere Kombinationen möglich.

Ein günstiger Einstieg mit bekannten Grenzen

Nach jedem Durchlauf gibt es Seiten als Erfahrungspunkte. Sie lassen sich in dauerhafte Verbesserungen investieren. Damit verbindet Roguebook einzelne Runs miteinander und gibt auch einem gescheiterten Anlauf noch eine Funktion.

Die Fachwertung bei Metacritic liegt bei 78 Punkten. Beschrieben wird ein vertrauter Start, der später mehr Abwechslung bietet. Positiv hervorgehoben wurden der Gesamteindruck und die Erkundung. Gleichzeitig gibt es Hinweise darauf, dass sich Abläufe nach vielen Stunden wiederholen können und die Gegnervielfalt begrenzt bleibt. Wer eine starke Handlung sucht, findet hier wohl nicht den Hauptgrund zum Spielen.

Für 1,99 Euro ist Roguebook vor allem für Spieler interessant, die Kartenkämpfe mögen, aber ihre Entscheidungen nicht nur im Deck treffen wollen. Das aktuelle Angebot im PlayStation Store läuft bis zum angegebenen Termin. Ob die Verbindung aus Karte, Tinte und zwei Helden lange trägt, hängt auch davon ab, wie viel Wiederholung man in einem Roguelike akzeptiert.

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