Screen Burn Interactive will die Probleme rund um „Das Gewicht“ in Silent Hill: Townfall mit einem Balancing-Update angehen. Einen Termin dafür gibt es noch nicht. Sicher ist bisher nur: Das Studio hat die Kritik der Community aufgegriffen und weitere Anpassungen angekündigt.
Für viele Spieler ist das wichtig, weil die Kreatur nicht einfach ein normaler Gegner ist. „Das Gewicht“ verfolgt Hauptfigur Simon Ordell durch St. Amelia, lässt sich nicht dauerhaft besiegen und taucht gerade in engen, dunklen Bereichen auf. Eigentlich passt so ein Verfolger gut zu einem Horrorspiel. Die Rückmeldungen zeigen aber, dass die Begegnungen für einen Teil der Community aktuell eher frustrieren als Spannung erzeugen.
Das Problem ist nicht nur die Verfolgung
Spieler kritisieren vor allem, wie wenig Kontrolle sie in diesen Abschnitten zu haben scheinen. Selbst vorsichtiges Schleichen soll nicht immer helfen, um dem Monster zu entkommen. Dazu kommt, dass „Das Gewicht“ Verstecke teils lange bewacht. Wer in diesen Momenten einen kleinen Fehler macht, stirbt sofort und muss den Abschnitt erneut versuchen.
Besonders schwer wiegt das laut den Beschwerden in Rätselpassagen. Dort müssen Spieler nicht nur einen Weg finden oder eine Aufgabe lösen, sondern gleichzeitig mit der ständigen Gefahr des Verfolgers rechnen. Wenn das Monster zu zuverlässig weiß, wo Simon steckt, wird aus einem angespannten Rätsel schnell ein Abschnitt, den man mehrfach wiederholt, bis zufällig alles passt.
Genau hier liegt der Unterschied zwischen Horror und Ärger. Ein unbesiegbarer Gegner kann sehr gut funktionieren, wenn man seine Regeln nach und nach versteht: Wann hört er etwas? Wie lange sucht er? Wann lohnt sich ein Versteck? Bleiben diese Regeln für Spieler unklar oder wirken sie unberechenbar, fühlt sich das Scheitern schnell nicht mehr selbst verschuldet an.
Ein Patch ist schon da, die größere Änderung folgt später
Für die PC-Version wurde inzwischen Patch 1.3.1 veröffentlicht. Dieser Patch kümmert sich laut den vorliegenden Angaben um technische Probleme auf dem PC. Er ist also noch nicht die angekündigte Antwort auf die Kritik an „Das Gewicht“.
Die eigentliche Änderung soll ein separates Balancing-Update sein. Screen Burn Interactive schrieb, dass weitere Optimierungen bald folgen und man das Feedback zu dem Gegner gehört habe. Die Ankündigung des Studios lässt sich im Beitrag von Screen Burn Interactive nachlesen.
Wie genau der Gegner verändert wird, hat das Team nicht erklärt. Offen ist zum Beispiel, ob sich seine Wahrnehmung, die Dauer seiner Suche oder die Konsequenzen bei einer Entdeckung ändern. Auch ein konkretes Veröffentlichungsdatum fehlt. Deshalb sollte man noch nicht davon ausgehen, dass jeder kritisierte Abschnitt komplett umgebaut wird.
Warum die Reaktion trotzdem zählt
Silent Hill: Townfall ist seit dem 24. September für PC und PS5 erhältlich. Das Spiel setzt Simon Ordell in das nebelige Küstendorf St. Amelia im Jahr 1996 und nutzt dabei eine Ego-Perspektive. Gerade bei einem Spiel, das stark über Nähe, Unsicherheit und bedrückende Räume arbeitet, ist ein Verfolger ein wichtiges Werkzeug.
Umso wichtiger ist, dass dieser Gegner Angst auslöst, ohne Rätsel und Erkundung dauerhaft auszubremsen. Screen Burn Interactive hat mit der Ankündigung noch keine fertige Lösung geliefert. Aber das Studio hat anerkannt, dass „Das Gewicht“ für viele Spieler derzeit über das gewünschte Maß hinausgeht. Entscheidend wird nun sein, ob das Update den Druck erhält, aber das Gefühl nimmt, gegen kaum lesbare Regeln anzutreten.