Weiße PlayStation 5 mit DualSense Controller vor einem dunklen Hintergrund mit blauen Lichtakzenten
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Sony erklärt den niedrigen Preis der PS5 Digital Edition in Japan

Von Alex 3 Min. Lesezeit

Sony verkauft die günstige Japan-PS5 offenbar mit Verlust. Der niedrige Preis hat aber einen Haken: Die Konsole ist stark auf Japan beschränkt.

Sony will den sehr niedrigen Preis der Japan-Version der PS5 Digital Edition offenbar nicht einfach als kurze Rabattaktion verstanden wissen. PlayStation-Chef Hideaki Nishino beschreibt das Modell als bewusste Investition in Japan. Heißt: Sony nimmt bei dieser Konsole Verluste in Kauf, um im eigenen Heimatmarkt mehr Leute zur PlayStation zu holen.

Das ist spannend, weil die Preisunterschiede ziemlich groß sind. Die Japan-exklusive PS5 Digital Edition kostet 55.000 Yen, also umgerechnet etwa 300 Euro. Die normale Digital Edition ohne diese Beschränkung liegt in Japan nach der letzten Preiserhöhung bei 89.980 Yen, also knapp 490 Euro.

Für dich als Spieler außerhalb Japans ist aber wichtig: Diese günstige Version ist nicht einfach die beste Import-Idee. Sie unterstützt nur die japanische Sprache und das japanische PlayStation Network.

Warum Sony den Preis so niedrig hält

Nishino sagt, Sony wolle mit dem günstigen Modell mehr PlayStation-Nutzer in Japan erreichen. Konkrete Zahlen nennt er nicht. Er erklärt aber, dass die Kosten über das gesamte Geschäft aufgefangen werden sollen.

Kurz gesagt: Die Konsole selbst bringt Sony bei diesem Preis wohl nicht den normalen Gewinn. Der Plan ist eher, mehr Leute in das PlayStation-Ökosystem zu holen. Danach verdient Sony nicht nur an Hardware, sondern auch an Spielen, digitalen Käufen und weiteren Diensten.

Sony stellt das aber nicht als Bevorzugung Japans dar. Nishino betont, dass Sony weltweit arbeitet und keinen Markt absichtlich vorzieht oder vernachlässigt. Japan bekommt hier trotzdem eine eigene Lösung, weil Sony dort wachsen will.

Warum die Konsole so stark beschränkt ist

Ein wichtiger Punkt ist der Import. Laut Nishino gab es über die Jahre den Trend, dass Käufer aus anderen Ländern vom günstigen Wechselkurs profitierten und PS5-Konsolen aus Japan bestellten.

Mit einer Version, die nur auf japanische Sprache und das japanische PSN setzt, kann Sony den niedrigen Preis stärker auf den lokalen Markt begrenzen. Das ist aus Sicht von Sony ziemlich logisch: Wenn die Konsole weltweit einfach importiert würde, wäre der günstige Japan-Preis viel schwerer zu halten.

Für Spieler außerhalb Japans macht genau diese Beschränkung die Konsole aber weniger attraktiv. Selbst wenn der Preis auf dem Papier cool aussieht, bekommst du nicht dieselbe offene Digital Edition wie in anderen Regionen.

Was daran noch offen ist

Offiziell erklärt Sony das Modell mit dem Wunsch, den japanischen Markt zu stärken und neue Nutzer zu erreichen. Ein Bericht von Tokyo TV bringt aber noch einen weiteren Punkt ins Spiel: Demnach soll die sprachgebundene PS5 Digital Edition auch eine Reaktion auf ein entsprechendes Modell der Switch 2 sein.

Das ist nicht die gleiche Ebene wie Nishinos eigene Erklärung. Sicher ist: Sony hat in Japan eine deutlich günstigere PS5-Version gebaut, nimmt dafür offenbar Verluste hin und verhindert durch die Beschränkungen, dass der Preis einfach weltweit ausgenutzt wird.

Damit ist diese PS5 weniger ein Geschenk an Import-Fans und mehr ein Werkzeug für den japanischen Markt. Genau das macht den niedrigen Preis verständlicher, auch wenn er für viele Spieler außerhalb Japans erstmal ziemlich unfair wirken kann.

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