Eine junge Frau trägt ein weißes PlayStation-VR2-Headset und reagiert überrascht auf die virtuelle Umgebung.
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Sony gibt 419 XR-Patente an Meta ab: Was wird aus PlayStation VR2?

Von Alex 2 Min. Lesezeit

Sony überträgt 419 XR-Patente an Meta. Das bestätigt kein Ende von PlayStation VR, wirft wegen der schwachen Unterstützung von PSVR2 aber neue Fragen auf.

Sony überträgt 419 Patente rund um XR-Technik an Meta. Die Schutzrechte wurden von 2010 bis 2022 angemeldet und umfassen Bereiche wie Augmented Reality, Mixed Reality und Geräte, die am Kopf getragen werden. Damit landet ein großes Paket ausgerechnet bei einem Unternehmen, das selbst stark in VR investiert.

Der Verkauf ist bestätigt, ein Ende von Sonys VR-Geschäft dagegen nicht. Trotzdem fällt der Schritt auf, weil PlayStation VR2 schon länger nur wenig Unterstützung direkt von Sony erhält.

Was bisher vom Patentgeschäft bekannt ist

Die Vereinbarung stammt aus dem Dezember 2025. Zum Paket gehören 180 Schutzrechte aus den USA sowie 239 aus weiteren Ländern und Regionen. Von Juni bis September 2026 wurden bereits 43 der amerikanischen Patente auf Meta übertragen. Diese Angaben gehen aus einem Bericht über den Patentwechsel hervor.

Der erfasste Zeitraum reicht bis in Sonys frühere VR-Arbeit zurück. 2011 erschien mit dem HMZ-T1 bereits ein Headset des Unternehmens. Später entstand aus Versuchen mit dieser Technik und den PS-Move-Controllern das erste PlayStation-VR-Projekt.

Meta kann das über Jahre gesammelte Wissen künftig für eigene Geräte nutzen. Das passt zu den Plänen des Unternehmens, 2027 eine weniger sperrige VR-Brille anzubieten. Welche einzelnen Ideen aus dem Patentpaket dort tatsächlich eingesetzt werden, ist bislang aber nicht bekannt.

Warum der Deal bei PlayStation VR2 Fragen aufwirft

PlayStation VR2 kam 2023 für 599,99 Euro auf den Markt. Seit Februar 2025 kostet das Headset offiziell 449,99 Euro. Doch nicht allein der Preis war ein Problem. Sony veröffentlichte dafür nur drei neue eigene Spiele: Horizon Call of the Mountain, Firewall Ultra und My First Gran Turismo.

Auch bekannte Titel des ersten Headsets wie Astro Bot Rescue Mission und Blood & Truth erhielten keine Umsetzung. Das Studio hinter Firewall Ultra wurde wenige Monate nach der Veröffentlichung des Shooters geschlossen. Firesprite, Sonys einziges Studio mit viel Erfahrung in diesem Bereich, arbeitet derzeit an Until Dawn 2.

Hinzu kommt die pausierte Herstellung. Bis März 2024 waren etwas mehr als zwei Millionen Exemplare von PlayStation VR2 produziert worden. Eine öffentliche Zahl zu den tatsächlich verkauften Geräten gibt es nicht. Der später angekündigte PC-Adapter öffnete das Headset immerhin für passende Rechner und Spiele auf Steam.

Der Patentverkauf beweist deshalb keinen kompletten Abschied von VR. Er verstärkt aber den Eindruck, dass Sony dieser Hardware aktuell keine große eigene Spieleoffensive mehr widmet. Für Besitzer ist nun vor allem wichtig, ob noch neue Software und langfristige Unterstützung folgen. Genau dazu liefert die Vereinbarung mit Meta keine Antwort.

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