Sony will ab 2028 bei neuen PlayStation-Veröffentlichungen auf klassische Discs verzichten. Spiele sollen im Handel zwar weiter erhältlich sein, dann aber nur noch einen Code für den PlayStation Store enthalten. Damit wäre ein Weiterverkauf oder das einfache Ausleihen einer Disc nicht mehr möglich.
Ausgerechnet ein altes PlayStation-Video bekommt dadurch jetzt eine ziemlich andere Bedeutung. Auf der Tokyo Game Show 2026 haben Shuhei Yoshida und Adam Boyes eine bekannte Szene aus der PS4-Zeit erneut aufgegriffen. Auf einem Foto halten beide scherzhaft nichts in die Luft. Das zweite Bild mit Adam Boyes spielt ebenfalls mit dieser Idee.
Ein alter Witz ohne Disc
2013 erklärte PlayStation den Umgang mit gebrauchten Spielen in einem extrem kurzen Clip: Yoshida gab Boyes einfach eine physische Ausgabe von Killzone: Shadow Fall. Fertig. Der Witz richtete sich gegen die damaligen Pläne für die Xbox One, den Handel mit gebrauchten Spielen stärker einzuschränken.
Der Sketch war so leicht zu verstehen, weil eine Disc etwas Konkretes ist. Du kannst sie weitergeben, verleihen oder gebraucht verkaufen. Genau das soll bei den neuen Veröffentlichungen ab 2028 nicht mehr funktionieren, wenn nur noch ein einlösbarer Code in der Verpackung liegt.
Dass Yoshida und Boyes ihre Szene nun ohne Spiel nachstellen, ist deshalb mehr als eine Nostalgie-Anspielung. Das Foto erinnert daran, wie sehr sich Sonys eigener Kurs beim Thema Besitz verändert hat.
Was für bestehende Spiele offen bleibt
Für neue Titel ist die Richtung laut den Angaben klar. Schwieriger wird die Frage, wie sich der Wechsel für bestehende Sammlungen anfühlt. Viele Spieler besitzen inzwischen Bibliotheken mit PS4- und PS5-Spielen. Diese Titel einfach zurückzulassen, wäre für sie kaum eine gute Lösung.
Eine Antwort darauf gibt es bisher nicht. Bekannt ist nur: Schon frühere PlayStation-Generationen waren nicht automatisch miteinander kompatibel. Inzwischen erwarten viele aber eher, dass gekaufte Spiele möglichst lange nutzbar bleiben.
Der Verzicht auf Discs betrifft also nicht bloß das Regal im Laden. Er entscheidet auch darüber, ob ein Spiel später noch weitergegeben werden kann und wie viel Kontrolle Käufer über ihre Sammlung haben. Das kleine Foto von Yoshida und Boyes bringt diesen Unterschied überraschend klar auf den Punkt.