Sony hat ein Patent veröffentlicht, das die Spielersuche auf PlayStation deutlich persönlicher machen könnte. Das beschriebene System würde nicht nur Rang, Spielniveau oder Lieblingsgenre beachten. Es könnte auch den bisherigen Suchverlauf und weitere Daten aus Sony-Diensten auswerten.
Wichtig ist dabei: Ein Patent zeigt erst einmal eine Idee. Ob Sony diese Technik wirklich auf PlayStation einführt, ist nicht bestätigt.
Was das System über Spieler wissen könnte
Laut Patent soll die Spielersuche zwei Arten von Angaben nutzen. Zum einen geht es um Daten, die Spieler selbst eintragen, etwa bevorzugte Spiele, Genres und andere Vorlieben. Zum anderen nennt Sony Informationen, die bei der Nutzung verschiedener Dienste entstehen können.
Dazu gehören offenbar Suchverläufe, die Nutzung von Spielen und Daten aus sozialen Netzwerken. Sogar Chat-, Audio- und biometrische Daten werden im Patent erwähnt. Die Spielersuche würde also nicht nur schauen, wie du dich in einem Match schlägst. Sie könnte ein viel breiteres Profil aus mehreren Sony-Angeboten bilden.
Das Profil soll außerdem nicht fest bleiben. Spieler könnten ihre Angaben ändern, wenn sich ihre Interessen verschieben. Rückmeldungen zu vorgeschlagenen Mitspielern sollen dem System helfen, spätere Vorschläge anzupassen.
Bessere Teams, aber viele offene Fragen
Für die Suche sieht das Patent eine Liste mit passenden Spielern vor. Diese Kandidaten sollen einen bestimmten Kompatibilitätswert erreichen. Interessant ist auch die Idee, Fähigkeiten im Team zu ergänzen: Ein starker Support-Spieler könnte zum Beispiel mit einem Tank oder Duellanten zusammengebracht werden.
Das könnte bei Teamspielen nützlich sein. Gute Ränge allein sagen schließlich nicht immer, ob man ähnlich kommuniziert oder dieselbe Art von Match spielen möchte. Wenn das System tatsächlich passende Rollen und Vorlieben erkennt, könnten Gruppen schneller zusammenfinden.
Gleichzeitig wäre gerade der Umgang mit den Daten entscheidend. Suchverlauf, Gespräche und biometrische Informationen sind deutlich persönlicher als ein angehaktes Lieblingsgenre. Falls Sony aus dem Patent einmal ein echtes PlayStation-Feature macht, müssten Spieler klar sehen können, welche Daten verwendet werden und was sie selbst ausschalten können.
Das Patent wurde am 10. September 2026 veröffentlicht. Bisher bleibt offen, ob und in welcher Form Sony die beschriebene Spielersuche umsetzt.