Ein möglicher neuer StarCraft-Shooter könnte deutlich stärker auf eine Kampagne setzen, als viele Fans zuerst befürchtet haben. Zwei Brancheninsider widersprechen unabhängig voneinander der Idee eines reinen Online-Spiels nach dem Vorbild von Destiny. Offiziell angekündigt ist das Projekt aber weiterhin nicht.
Das wäre für die Reihe ein wichtiger Unterschied. StarCraft ist vor allem für Strategie und große Science-Fiction-Geschichten bekannt. Ein Shooter, der diese Welt mit einer eigenen Handlung erkundet, hätte deshalb eine andere Aufgabe als ein weiterer Titel, der vor allem auf dauerhafte Online-Runden setzt.
Die Kampagne steht offenbar im Mittelpunkt
Jez Corden berichtet, bereits frühes Material und Prototypen gesehen zu haben. Nach seiner Darstellung handelt es sich um ein Einzelspieler-Story-Spiel. Gezeigte Zwischensequenzen sollen direkt in der Spielengine laufen, dazu kommen laut seinem Bericht Sprachausgabe und eine Optik, die sich an den bekannten Cinematics aus StarCraft 2 orientiert.
Auch Jason Schreier deutete in einem Podcast an, dass Blizzard bei diesem Projekt nicht auf ein Destiny-ähnliches Modell setzen dürfte. Damit ist noch nicht bewiesen, wie das fertige Spiel aussieht. Aber zwei übereinstimmende Aussagen machen die Richtung zumindest interessanter als das frühere Gerücht über einen reinen Multiplayer-Shooter.
Für Fans wäre das vor allem deshalb spannend, weil ein Einzelspieler-Spiel mehr Platz für Figuren, Schauplätze und den Konflikt zwischen den Fraktionen lassen würde. Statt sich nur auf Matches oder Ausrüstung zu konzentrieren, könnte der Shooter zeigen, wie sich die Welt von StarCraft aus unmittelbarer Nähe anfühlt.
Wuchtige Kämpfe, aber noch viele offene Fragen
Corden vergleicht das bisherige Gameplay mit Warhammer 40.000: Space Marine 2. Das lässt auf direkte, schwere Kämpfe gegen viele Gegner schließen. Ob dieser Vergleich wirklich zum fertigen Spiel passt, lässt sich ohne offizielle Spielszenen aber nicht sagen.
Unklar bleibt auch, ob neben der Kampagne ein Koop-Modus oder andere gemeinsame PvE-Inhalte geplant sind. Corden hält das für möglich, nennt es jedoch nicht als bestätigtes Feature. Gerade hier sollten Fans also nicht zu viel hineinlesen: Ein Story-Schwerpunkt schließt Zusatzmodi nicht aus, garantiert sie aber auch nicht.
Berichten zufolge leitet Dan Hay das Projekt. Er war zuvor Executive Producer der Far Cry-Reihe bei Ubisoft. Gleichzeitig gibt es Spekulationen über weitere StarCraft-Pläne, darunter ein mögliches StarCraft 3 mit dem südkoreanischen Publisher Nexon. Auch das ist nicht offiziell bestätigt.
Die BlizzCon könnte endlich Klarheit bringen
Die BlizzCon 2026 findet am 12. und 13. September statt. Dort könnte Blizzard den Shooter vorstellen, eine Ankündigung ist bislang aber nicht zugesagt.
Bis dahin bleibt der wichtigste Punkt: Die aktuellen Berichte sprechen eher für ein neues Einzelspieler-Abenteuer als für einen Shooter, der nur online funktioniert. Falls Blizzard das bestätigt, wäre es für StarCraft nach langer Pause ein ziemlich passender Weg zurück.