Undead Labs hält nach der Trennung von Xbox am geplanten Release von State of Decay 3 im Jahr 2027 fest. Studioleiter Philip Holt erklärt, dass das Spiel weiter aktiv entwickelt werde und die jüngsten personellen Einschnitte den Veröffentlichungsplan nicht verändern sollen.
Das ist die wichtigste Nachricht für Fans der Zombie-Reihe, denn die Rückkehr des Studios in die Unabhängigkeit verlief nicht ohne Verluste. Undead Labs musste sich nach eigenen Angaben von einer beträchtlichen Zahl an Mitarbeitenden trennen. Gleichzeitig hat Microsoft weitere 268 Stellen in seiner Xbox-Sparte gestrichen und die Abspaltung mehrerer Studios bestätigt. Für State of Decay 3 bedeutet das laut Undead Labs aber vorerst keinen Kurswechsel.
Der Termin bleibt, der Umbruch bleibt trotzdem spürbar
Holt betont, das Team arbeite weiterhin nach Plan. Damit gibt es erstmals eine klare Aussage dazu, ob die Entlassungen den dritten Teil der Reihe unmittelbar gefährden. Die Antwort des Studios lautet: nein.
Das ist allerdings keine Meldung, die den Umbruch bei Undead Labs kleinmacht. Ein Studio verliert nicht ohne Folgen einen beträchtlichen Teil seiner Belegschaft. Auch wenn der angepeilte Veröffentlichungstermin offiziell bestehen bleibt, sagt die Aussage noch nichts darüber aus, ob sich Aufgaben im Team verschoben haben oder welche Bereiche von den Kürzungen betroffen sind.
Für Spieler ist deshalb wichtig, zwei Dinge auseinanderzuhalten: Die Entwicklung von State of Decay 3 läuft weiter, und das Studio nennt 2027 weiterhin als Ziel. Wie sich die neue Struktur langfristig auf Umfang, Feinschliff oder die Kommunikation bis zum Release auswirkt, bleibt dagegen offen.
Ein neuer Publisher ist gefunden, aber noch nicht bekannt
Undead Labs hat nach der Abspaltung von Xbox bereits einen neuen Publisher für State of Decay 3 gefunden. Wer diese Rolle übernimmt, will das Studio aber erst später mitteilen.
Das ist mehr als ein Detail für die Firmenmeldung. Nach dem Ende der Zugehörigkeit zu Xbox wird der künftige Publisher mitentscheiden, wie das Spiel vermarktet wird und wann weitere Informationen folgen. Im Moment steht lediglich fest, dass es für den Nachfolger eine neue Veröffentlichungspartnerin oder einen neuen Veröffentlichungspartner gibt.
Die offene Frage ist also nicht, ob State of Decay 3 weiterentwickelt wird. Das hat Undead Labs ausdrücklich bestätigt. Unklar bleibt, unter welchem Namen das Spiel künftig präsentiert wird und wann Fans mehr über den Weg bis 2027 erfahren.
Tests mit der Community sollen Teil der Entwicklung sein
Undead Labs plant zudem eine geschlossene Beta in mehreren Phasen. Das Studio will Rückmeldungen aus diesen Tests nutzen, um State of Decay 3 weiter zu verbessern. Unter dem Motto „Community is Survival“ sollen Erfahrungen aus jeder Phase direkt in die weitere Arbeit einfließen.
Gerade nach einem personellen Umbruch ist das ein nachvollziehbarer Plan: Statt nur auf interne Abläufe zu setzen, soll die Community früh Rückmeldung geben können. Welche Inhalte in der Beta getestet werden, wer teilnehmen darf und wann die einzelnen Phasen starten, wurde noch nicht genannt.
Damit bleibt State of Decay 3 trotz der schwierigen Nachrichten rund um Undead Labs auf Kurs, zumindest nach der aktuellen Aussage des Studios. Für Fans ist das beruhigend. Die nächsten wirklich wichtigen Antworten betreffen nun den neuen Publisher und die konkrete Form der angekündigten Beta-Tests.