Sega und Ryu Ga Gotoku Studio haben den ersten Story-Trailer zu Stranger Than Heaven veröffentlicht. Er zeigt den Beginn von Makoto Daitos Geschichte im Kokura des Jahres 1915. Der Trailer ist dabei nur der erste Teil einer Reihe: Weitere Videos sollen die nächsten Stationen seines Lebens und die jeweiligen Städte vorstellen.
Das ist für Fans wichtig, weil Stranger Than Heaven seine Geschichte nicht an einem einzigen Ort und in einer kurzen Zeitspanne erzählt. Makotos Weg soll sich über fünf Abschnitte und rund fünf Jahrzehnte ziehen. Der neue Trailer macht klar, dass der Start alles andere als ruhig wird.
Kokura ist der Anfang einer langen Reise
Makoto Daito wächst in den USA auf. Sein Vater ist Amerikaner, seine Mutter stammt aus Japan. Wegen seiner Herkunft erlebt er dort Verfolgung und Ausgrenzung. Nach dem Tod seiner Eltern will er deshalb nach Japan, in die Heimat seiner Mutter.
Dafür reist er als blinder Passagier auf dem Schiff des Schmugglers Orpheus. Die Figur wird von Snoop Dogg gespielt. An Bord begegnet Makoto außerdem Yu Shinjo, der zunächst zu seinem engsten Vertrauten wird. Später stehen sich die beiden als Rivalen gegenüber.
In Kokura wartet aber kein einfacher Neuanfang. Der Trailer zeigt eine harte Welt im Jahr 1915. Makoto versucht, im Showbusiness Fuß zu fassen. Dieser Teil seiner Geschichte soll laut den gezeigten Informationen den Grundstein dafür legen, dass er später eine wichtige Rolle in der kriminellen Unterwelt spielt.
Spannend ist vor allem, dass der Aufstieg offenbar nicht einfach übersprungen wird. Statt direkt einen mächtigen Hauptcharakter zu zeigen, beginnt Stranger Than Heaven bei jemandem, der erst einmal einen Platz in einer fremden und gefährlichen Umgebung finden muss. Dadurch können die späteren Zeitabschnitte mehr bedeuten als bloß neue Kulissen.
Fünf Städte, fünf verschiedene Zeiten
Nach Kokura führt Makotos Weg laut Sega nach Kure im Jahr 1929. Danach folgen Minami 1943, der Badeort Atami 1951 und schließlich Shinjuku in den 1960er-Jahren. Jede dieser Stationen liegt deutlich später als die vorherige.
Damit kann das Spiel zeigen, wie sich nicht nur Makoto verändert, sondern auch die Orte um ihn herum. Zwischen 1915 und den 1960er-Jahren liegen große Umbrüche. Ob die Städte jeweils nur Hintergründe bleiben oder ob man die Veränderungen auch direkt im Spiel merkt, ist noch offen. Die geplante Trailer-Reihe soll aber wohl genau diese einzelnen Lebensphasen genauer erklären.
Für eine Geschichte über die Ursprünge des Tojo-Clans passt dieser Aufbau gut. Statt nur einen einzelnen Konflikt zu erzählen, kann Stranger Than Heaven Makotos Weg über lange Zeit verfolgen. Der erste Trailer zeigt dabei vor allem, wie weit er am Anfang noch von seiner späteren Bedeutung entfernt ist.
Auch die Kämpfe sollen anders funktionieren
Neben der Geschichte verändert Ryu Ga Gotoku Studio auch das Kampfsystem. Die Kämpfe sollen sich besonders körperlich und wuchtig anfühlen. Die wichtigste neue Idee betrifft die Schultertasten: Sie steuern Makotos linke und rechte Körperseite getrennt.
Dadurch soll es möglich sein, mit einer Hand einen Angriff abzuwehren und mit der anderen direkt zu kontern. Das klingt nach einem System, bei dem das richtige Timing wichtiger sein könnte als bloß schnell viele Tasten zu drücken. Wie genau sich das in längeren Kämpfen spielt, zeigt der Story-Trailer noch nicht.
Stranger Than Heaven erscheint am 15. Januar 2027 für PlayStation 5, Xbox Series X/S und PC. Zum Start ist das Spiel auch im Xbox Game Pass verfügbar. Bis dahin sollen die weiteren Trailer zeigen, wie Makotos Reise von Kokura bis nach Shinjuku weitergeht.