Der neue Street-Fighter-Film läuft seit dem 15. Oktober 2026 im Kino. Zum Start fallen die internationalen Kritiken allerdings ziemlich schwach aus. Nach den ersten 53 Besprechungen steht der Film bei Rotten Tomatoes bei 43 Prozent und gilt dort als „Rotten“.
Das Problem scheint nicht zu sein, dass Street Fighter zu wenig von den Spielen zeigt. Mehrere Kritiken beschreiben eher das Gegenteil: Der Film packt sehr viele bekannte Figuren und Elemente hinein, findet dafür aber keine klare Geschichte. Gerade Zuschauer, die mit den Spielen wenig anfangen können, könnten dadurch schnell den Überblick verlieren.
Viele Figuren, aber kein klarer Weg
Die Handlung wird in mehreren Besprechungen als überladen und durcheinander beschrieben. Der Film wolle gleichzeitig bekannte Charaktere vorstellen, eine Geschichte über eine belastete Freundschaft erzählen und Platz für Action sowie Comedy schaffen. Besonders in der zweiten Hälfte sollen diese Teile kaum noch zusammenpassen.
Damit trifft die Verfilmung ausgerechnet eine schwierige Stelle vieler Spielefilme. Fans möchten Figuren, Bewegungen und Anspielungen wiedererkennen. Ein Film muss aber trotzdem erklären, warum etwas passiert und weshalb die Charaktere kämpfen. Wenn zu viele Namen nur kurz auftauchen, hilft ihre Bekanntheit aus den Spielen der Handlung nicht automatisch.
Auch die Selbstironie kommt nicht überall gut an. Eine Kritik bemängelt, dass sich der Film vor allem über sich selbst und die 1990er-Jahre lustig mache. Das klingt nach einem Film, der seine verrückte Vorlage zwar kennt, ihr aber nicht immer vertraut.
Die Kämpfe scheinen deutlich besser anzukommen
Ganz schlecht wird Street Fighter nicht aufgenommen. Lob gibt es vor allem dann, wenn der Film die komplizierte Handlung kurz beiseitelässt. Die handgemachten Kampfszenen werden als schnell, unterhaltsam und stilvoll beschrieben. Auch animierte Rückblicke im 2D-Look stechen laut den Kritiken positiv heraus.
Das ist für Fans zumindest ein wichtiger Punkt. Die stärksten Momente sollen genau dort liegen, wo Street Fighter seine Herkunft direkt nutzt: bei überdrehten Charakteren und harten Duellen. Regisseur Kitao Sakurai bekommt außerdem Anerkennung dafür, dass er beim Stil nicht vorsichtig bleibt.
Die ersten Bewertungen ergeben deshalb kein komplett eindeutiges Bild. Wer vor allem eine gut erzählte Geschichte erwartet, bekommt laut den bisherigen Stimmen wahrscheinlich einige Probleme. Wer hauptsächlich bekannte Kämpfer und rasante Action sehen möchte, könnte mehr Spaß haben. Die 43 Prozent zeigen trotzdem klar, dass dieser Mix für die Mehrheit der bisherigen Kritiker nicht aufgegangen ist.