Der neue Street Fighter-Film ist in den USA stark gestartet, obwohl die Kritiken deutlich schwächer ausfallen als die ersten Reaktionen des Kinopublikums. Am offiziellen US-Eröffnungstag nahm die Videospielverfilmung 13 Millionen US-Dollar ein. Die Previews vom Donnerstag brachten zusätzlich 4 Millionen US-Dollar.
Damit steht der Film zum Start an der Spitze der US-Kinocharts. Für das gesamte erste Wochenende werden derzeit 31 bis 35 Millionen US-Dollar erwartet. In deutschen Kinos läuft Street Fighter seit dem 15. Oktober 2026.
Viele Zuschauer scheinen zufriedener als die Kritiker
Der Start ist vor allem deshalb interessant, weil die Meinungen weit auseinandergehen. Bei Rotten Tomatoes liegt das Kritikerergebnis laut den vorliegenden Daten bei 41 Prozent. Die Zuschauerwertung liegt dagegen bei 80 Prozent.
Das heißt nicht automatisch, dass der Film langfristig ein Hit wird. Aber es zeigt: Ein Teil des Publikums hat offenbar mehr Spaß mit Ryu, Ken und den anderen bekannten Kämpfern als die Fachpresse. Gerade bei einer Reihe wie Street Fighter kann das wichtig sein. Fans wollen nicht nur wissen, ob ein Film sauber gemacht ist. Sie achten auch darauf, ob die Figuren, Kämpfe und die Stimmung der Vorlage für sie funktionieren.
Kitao Sakurai hat mit dem Film eine neue Live-Action-Version von Capcoms Kampfspielreihe ins Kino gebracht. Die ersten Zahlen deuten darauf hin, dass der Name weiterhin genug Leute anzieht, um einen starken Kinostart hinzulegen.
Der Vergleich mit früheren Filmen fällt klar aus
Sollte die Wochenendprognose erreicht werden, würde der neue Film die beiden älteren Street Fighter-Kinostarts deutlich übertreffen. Der Film von 1994 erzielte an seinem Startwochenende 6,9 Millionen US-Dollar. Street Fighter: The Legend of Chun-Li kam 2009 auf 4,7 Millionen US-Dollar.
Die Zahlen lassen sich wegen der heute höheren Ticketpreise nicht direkt gleichsetzen. Trotzdem wird klar, wie viel größer der neue Auftakt ausfallen könnte. Selbst am unteren Ende der aktuellen Prognose läge der Film weit über beiden Vorgängern.
Auch gegenüber anderen neuen Filmen am selben Freitag hatte Street Fighter einen deutlichen Vorsprung. You Can See Everything nahm 5,5 Millionen US-Dollar ein. Die aktuelle Nummer eins hatte also zum Start einen klaren Abstand zur Konkurrenz.
Gegen Mortal Kombat fehlt noch ein Stück
Ganz vorne unter den jüngeren Verfilmungen von Kampfspielen steht Street Fighter damit aber noch nicht. Mortal Kombat 2 spielte an seinem ersten US-Wochenende im vergangenen Mai 38,2 Millionen US-Dollar ein. Die aktuelle Prognose für Street Fighter liegt darunter.
Auch beim CinemaScore, der auf Befragungen des Premierenpublikums beruht, schneidet der Film etwas schwächer ab. Street Fighter erhielt ein B-. Mortal Kombat 2 kam auf ein B, der Mortal Kombat-Film von 2021 auf ein B+.
Das ist für die nächsten Wochen wichtiger als der gute erste Freitag. Ein großer Start kann durch bekannte Figuren und viel Aufmerksamkeit entstehen. Ob ein Film danach weiter gut besucht wird, hängt aber auch davon ab, ob Zuschauer ihn anderen empfehlen. Genau dort ist die Lage bei Street Fighter noch offen.
Für Fans der Spielreihe ist der Start trotzdem ein positives Signal. Die Kritiken haben den Kinobesuch offenbar nicht verhindert, und die Zuschauerwertung fällt viel freundlicher aus. Erst die endgültigen Zahlen des ersten Wochenendes sowie die kommenden Wochen werden zeigen, ob aus dem starken Auftakt ein dauerhaft erfolgreicher Kinolauf wird.