The Duskbloods wird kein klassisches Solo-Abenteuer von FromSoftware. Hidetaka Miyazaki hat nun erklärt, warum das Studio bei seinem neuen Switch-2-Spiel wieder auf Multiplayer setzt und weshalb Nintendo dabei eine größere Rolle spielt als nur die Plattform zu stellen.
Das ist für viele Fans wichtig, weil The Duskbloods gleich zwei Dinge anders macht, als man es von FromSoftware oft erwartet: Es erscheint exklusiv für die Switch 2 und ist nach Elden Ring: Nightreign erneut als reines Multiplayer-Projekt angelegt. Wer eher auf ein neues großes Singleplayer-Spiel gehofft hatte, bekommt damit zumindest eine klarere Antwort darauf, warum FromSoftware diesen Weg gerade spannend findet.
Ein Platz für Ideen, die in Dark Souls und Elden Ring nicht gepasst hätten
Miyazaki beschreibt The Duskbloods nicht als Reaktion auf einen einzelnen Auslöser. Im Interview mit IGN sagt er, dass FromSoftware über die Jahre viele Ideen für Online-Systeme gesammelt habe. Einige davon klangen für das Studio offenbar interessant, passten aber nicht in Spiele, die hauptsächlich als Singleplayer-Erlebnis gebaut waren.
Das ist ein wichtiger Punkt. FromSoftware hatte schon früher besondere Online-Elemente in seinen Spielen. Trotzdem mussten diese Systeme immer zu der jeweiligen Welt, zum Tempo und zur Art passen, wie Spieler dort alleine unterwegs sind. Bei The Duskbloods scheint das anders zu sein: Das Spiel ist von Anfang an als Multiplayer-Rahmen gedacht. Dadurch können Ideen zusammengebracht werden, die in einem normalen Solo-Abenteuer eher wie Fremdkörper wirken würden.
Für Spieler heißt das nicht automatisch, dass jeder die Richtung mögen muss. Aber es erklärt, warum FromSoftware nicht einfach nur „mehr Multiplayer“ an ein bekanntes Muster hängt. Das Studio nutzt The Duskbloods offenbar als eigenes Feld für Mechaniken, die schon länger herumlagen und jetzt besser zusammenpassen sollen.
Warum Nintendo für FromSoftware nützlich ist
Die Switch-2-Exklusivität wirkt auf den ersten Blick wie die größte Überraschung. Miyazaki beschreibt die Zusammenarbeit mit Nintendo aber nicht nur geschäftlich. Laut ihm war Nintendo bei der frühen Vorstellung der Idee sehr offen und begeistert. Diese Reaktion habe ihm Vertrauen gegeben, das Projekt weiterzuverfolgen.
Noch spannender ist ein anderer Punkt: Nintendo soll FromSoftware bei der Spielerführung helfen. Miyazaki sagt ziemlich offen, dass sein Studio nicht immer besonders gut darin war, komplexe Systeme schnell und verständlich über Tutorials zu erklären. Bei The Duskbloods scheint genau das wichtig zu werden, weil die Regeln des Spiels komplex sein sollen.
Das passt zu dem, was viele FromSoftware-Spiele ausmacht. Sie erklären oft nicht alles direkt, sondern lassen Spieler viel selbst herausfinden. Bei einem reinen Multiplayer-Spiel kann das aber schwieriger werden. Wenn mehrere Spieler gleichzeitig nach Regeln handeln müssen, reicht ein dunkles Menü oder ein vager Hinweis vielleicht nicht. Nintendo kann hier helfen, Informationen klarer zu vermitteln, ohne dass das Spiel gleich alles vorkaut.
Was vor dem Release noch offen ist
The Duskbloods soll noch in diesem Jahr für die Switch 2 erscheinen. Einen konkreten Termin gibt es bisher nicht. Ausgewählte Switch-2-Spieler sollen den Titel außerdem in einem geschlossenen Netzwerk-Test ausprobieren können, für den die Anmeldung bereits im vergangenen Monat lief.
Gerade dieser Test dürfte spannend werden. Dann zeigt sich, ob FromSoftwares Systeme, der Online-Fokus und Nintendos Hilfe bei der Verständlichkeit zusammen funktionieren. Miyazakis Aussagen machen jedenfalls klar: The Duskbloods ist nicht einfach ein Nebenprojekt mit Online-Modus. Das Studio will seine gesammelten Multiplayer-Ideen in ein Spiel packen, das genau dafür gebaut wurde.