Geralt von Riva kämpft in einem dunklen Wald gegen mehrere Ghoule und Schemen. Einer der Gegner schwingt eine Kette, während andere orange leuchten.
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The Witcher 3: Die Kette soll Kämpfe neu aufteilen

Von Sven 3 Min. Lesezeit

Geralt bekommt 2027 eine Kettenwaffe. Die Idee gab es schon 2015, doch erst die Arbeiten am Remaster machten sie laut Entwicklerteam möglich.

Geralt bekommt in The Witcher 3: Songs of the Past eine Kettenwaffe. Sie ist nicht bloß ein neues Werkzeug für spektakuläre Angriffe: CD Projekt RED wollte die Idee offenbar schon für das Hauptspiel von 2015 umsetzen. Damals ließ sich die Mechanik laut dem Team technisch aber nicht so bauen, wie sie sich im Kampf anfühlen sollte.

Mit der für 2026 angekündigten Remastered-Version wurden die nötigen Grundlagen offenbar geschaffen. Die Erweiterung soll 2027 erscheinen, einen genauen Termin gibt es noch nicht. Spannend ist daran vor allem, dass ein altes Spiel dadurch nicht nur schöner oder bequemer wird, sondern sein Kampfsystem tatsächlich um eine neue Option erweitert.

Die Kette soll Kämpfe anders lösen

Geralt kämpft normalerweise mit Stahl- und Silberschwert. In Songs of the Past kommt die Kette als drittes wichtiges Werkzeug dazu. Das Team beschreibt sie als Waffe, die sich wie ein Lasso oder eine Peitsche einsetzen lässt. Gegner können damit auf Abstand gehalten oder zu Geralt herangezogen werden.

Das verändert vor allem, wie man mit mehreren Feinden umgeht. Wer von einer Gruppe bedrängt wird, soll mit der Kette Raum schaffen können, statt nur auf Ausweichrollen und Schwertschläge zu setzen. Gerade Schwarmwesen, die den Spieler überrennen, sind laut den Entwicklern auf diesen Einsatz ausgelegt.

Die Kette ersetzt die bekannten Waffen also nicht. Sie gibt Geralt eher eine zusätzliche Antwort auf Situationen, in denen ein Schwert allein wenig Kontrolle bietet. Das klingt besonders dann sinnvoll, wenn Gegner nahekommen, sich schnell verteilen oder in großer Zahl auftauchen. Für Spieler, die die Armbrust kaum noch nutzen, könnte sie außerdem eine deutlich spannendere Fernoption sein.

Warum das Feature so lange warten musste

Dass die Kette erst jetzt auftaucht, liegt laut Game Director Jakub Rokosz nicht daran, dass die Idee neu wäre. Das Team hatte schon während der Entwicklung des ursprünglichen Spiels darüber gesprochen. Die damalige Technik konnte die Probleme aber nicht zufriedenstellend lösen.

Eine Kette muss im Kampf glaubwürdig reagieren, ohne dass sie sich unruhig, steif oder zufällig anfühlt. Genau daran arbeitete das Team nach eigenen Angaben im Zuge des Remasters. Erst die Weiterentwicklung der Engine und diese Arbeiten machten es möglich, die Waffe flüssig in das Spiel einzubauen.

Das ist ein interessanter Unterschied zu vielen späteren Waffen oder Fähigkeiten: Hier kommt nicht einfach etwas dazu, weil eine Erweiterung mehr Inhalte braucht. Die Kette war offenbar ein Wunsch, der lange nicht zu Ende gedacht werden konnte. Jetzt soll sie endlich so funktionieren, wie es sich die Entwickler ursprünglich vorgestellt hatten.

Auch in den Büchern ist sie keine fremde Idee

Die Waffe passt zudem zu Geralts Vorlage. In den Romanen von Andrzej Sapkowski nutzt der Hexer Silberketten und Seile, um verfluchte Kreaturen festzusetzen. Als Beispiel wird die Striga aus dem ersten Band genannt.

Damit hat die Kette zwei Aufgaben: Sie erweitert die Kämpfe und knüpft an ein Werkzeug an, das Fans der Bücher bereits kennen. Ob sie am Ende wirklich eine feste Alternative zu Schwertern, Zeichen und Armbrust wird, lässt sich vor dem Release noch nicht sagen. Klar ist aber: Die Erweiterung nutzt die technische Überarbeitung nicht nur als Anlass für eine neue Version, sondern auch für eine Kampfmöglichkeit, die 2015 noch nicht fertig umsetzbar war.

The Witcher 3: Remastered soll am 29. September 2026 für PS5, Xbox Series X/S, Switch 2 und PC erscheinen. Besitzer des Originals erhalten laut Ankündigung ein kostenloses Upgrade. Songs of the Past folgt 2027.

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