Geralt berät sich mit drei Personen an einem Kartentisch im Kerzenschein.
News

The Witcher 3: Mehr Folgen für Geralts Handlungen geplant

Von Sven 3 Min. Lesezeit

The Witcher 3 Remastered soll mehr als neue Grafik bieten. Für Songs of the Past nennt der Story Director stärkere Folgen und mehr Tiefe bei bekannten Figuren.

CD Projekt RED will The Witcher 3 offenbar nicht bloß optisch auffrischen. Story Director Marcin Blacha nennt vor allem zwei Punkte, die er heute anders angehen würde: Figuren könnten mehr Zwischentöne bekommen, und Geralts Handlungen in der Welt dürften stärkere Folgen zeigen.

Das ist vor allem für die geplante Erweiterung Songs of the Past interessant. Sie soll 2027 erscheinen und eine neue Geschichte in ein Spiel einfügen, dessen Hauptspiel und frühere Erweiterungen für viele Fans längst zusammengehören. Blacha sagt trotzdem klar, dass The Witcher 3 für ihn kein Werk ist, das man nicht mehr anfassen darf.

Mehr Folgen für Geralts Entscheidungen

Blacha beschreibt The Witcher 3 als Projekt, an dem sich auch Jahre später noch etwas verbessern lässt. Beim erneuten Spielen fallen ihm Stellen auf, die er heute anders schreiben würde.

Ein konkreter Punkt sind Geralts Interaktionen mit der Spielwelt. Wenn daraus spürbarere Konsequenzen entstehen, könnten Entscheidungen für Spieler mehr bedeuten als nur ein anderer Dialog oder ein kurzer Quest-Ausgang. Wie weit das in Songs of the Past wirklich gehen soll, wurde allerdings nicht erklärt.

Auch bei Rittersporn sieht Blacha noch Raum für Veränderungen. Geralts Begleiter soll nicht nur der Charakter für lockere Momente sein. Gemeint ist offenbar keine komplette Neuerfindung, sondern eine differenziertere Darstellung. Gerade bei einer Erweiterung, die an eine lange bekannte Welt anschließt, kann das wichtig sein: Alte Figuren müssen sich vertraut anfühlen, dürfen aber trotzdem neue Seiten zeigen.

Die Erweiterung soll zum bestehenden Spiel passen

Die schwierigste Aufgabe sei laut Blacha, die neue Geschichte so einzubauen, dass sie zum Hauptspiel sowie zu Hearts of Stone und Blood and Wine passt. Das Team will also nicht einfach eine einzelne neue Questreihe danebenstellen, sondern eine Erweiterung schaffen, die sich als Teil des ganzen Spiels anfühlt.

Daran arbeiten laut Blacha sowohl Entwickler, die bereits Erfahrung mit The Witcher 3 haben, als auch neu zum Projekt oder zu Fool’s Theory gekommene Leute. Dieser Mix soll helfen, die bekannten Stärken zu behalten und trotzdem nicht nur alte Ideen zu wiederholen.

Blacha weist selbst darauf hin, dass manche seiner heutigen Änderungswünsche auch damit zu tun haben könnten, dass er auf das Spiel inzwischen anders blickt. Das ist eine faire Einschränkung. Nicht jede Stelle, die ein Autor Jahre später verändern würde, war deshalb damals automatisch schlecht.

Erst das Remaster, dann die neue Geschichte

Vor Songs of the Past erscheint am 29. September 2026 zunächst The Witcher 3 Remastered für PS5, Xbox Series X/S, Switch 2 und PC. Neben einer überarbeiteten Grafik soll das Remaster auch die Spielerfahrung verbessern, unter anderem durch ein optimiertes Kampfsystem.

Für Fans sind das zwei verschiedene Versprechen: Das Remaster soll das bekannte Abenteuer überarbeiten, während Songs of the Past später zeigen muss, ob eine neue Geschichte in dieser Welt noch natürlich wirkt. Blachas Aussagen machen jedenfalls klar, worauf das Team besonders achtet: Nicht alles muss neu sein, aber Geralts Welt soll sich an manchen Stellen stärker nach seinen Taten richten.

Weiter im Gespräch

Drei Stimmen. Ein gemeinsamer Spielstand.

REDEN WIR
ÜBER GAMES.

News mit Kontext, Tests mit Haltung und Geschichten aus ganz unterschiedlichen Spielwelten.

Alle Artikel