Geralt von Riva und Ciri sitzen in einem Wald. Geralt trägt eine Rüstung und Schwerter, Ciri helle Kleidung.
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The Witcher 3 Remastered: Kostenloses Update verändert mehr als die Grafik

Von Sven 3 Min. Lesezeit

The Witcher 3 bekommt Ende September ein kostenloses Remaster. Wichtig sind nicht nur die Grafikdetails, sondern auch Änderungen bei Kämpfen, Beute und Talentpfaden.

CD Projekt veröffentlicht am 29. September 2026 ein kostenloses Remaster für The Witcher 3: Wild Hunt. Es erscheint für PC, PS5 und Xbox Series X/S. Außerdem kommt die überarbeitete Fassung für Switch 2. Wer das Spiel bereits auf der ursprünglichen Switch besitzt, soll ebenfalls kein weiteres Mal zahlen müssen.

Die Nachricht ist vor allem deshalb interessant, weil es nicht nur um höhere Auflösung oder schönere Texturen geht. CD Projekt plant Änderungen an Kämpfen, Gegnerverhalten, Beute und der Entwicklung von Geralt. Gerade bei einem so großen Rollenspiel können solche Anpassungen wichtiger sein als ein weiterer Grafikvergleich.

Mehr als ein Grafik-Update

Die technische Seite des Remasters fällt umfangreich aus. Auf PS5 Pro wird das Spiel unterstützt, dazu kommen eine überarbeitete globale Beleuchtung, besseres Raytracing, aktualisierte Texturen und ein neues Shading-Modell. Auch HDR, Umgebungsverdeckung, Schatten auf Vegetation und Laub sowie die Bewegungsunschärfe werden angepasst.

Das klingt zunächst nach einer langen Liste von Technikbegriffen. Für Spieler soll sich das vor allem bei Licht, Materialien und Landschaften zeigen. Wälder, Dörfer und Innenräume leben in The Witcher 3 stark davon, wie Licht auf Rüstungen, Wände oder Pflanzen fällt. Die angekündigten Änderungen können deshalb sichtbarer sein als bloß schärfere Oberflächen.

CD Projekt nennt außerdem verfeinerte Animationen. Dazu gehören neue Bewegungs- und Kletteranimationen sowie mehr Kontrolle über Plötze beim Galoppieren. Das ist ein Bereich, den man beim Spielen ständig merkt. Wenn Geralt flüssiger auf Kanten reagiert und das Pferd besser steuerbar ist, können Wege durch die offene Welt weniger umständlich wirken.

Kämpfe und Monster sollen sich verändern

Spannend sind besonders die angekündigten Änderungen im Kampf. Das Kampfsystem wird überarbeitet, außerdem sollen Monster neue Reaktionen erhalten. Dazu zählen Blocken und Kontern. Neue Finisher- und Hinrichtungsanimationen sowie detailliertere Effekte für Geralts Hexer-Zeichen gehören ebenfalls dazu.

Wie stark diese Anpassungen den Schwierigkeitsgrad oder einzelne Kämpfe verändern, verrät die Übersicht noch nicht. Klar ist aber: Gegner, die nicht nur angreifen, sondern auf Geralt reagieren, können Begegnungen weniger vorhersehbar machen. Das wäre besonders bei längeren Monsterjagden wichtig, weil dort nicht allein die Grafik entscheidet, ob ein Kampf spannend bleibt.

Auch der Skilltree wird neu aufgebaut. Künftig sollen miteinander verbundene Talentpfade bestimmen, wie Fähigkeiten gewählt werden. Das könnte Entscheidungen beim Charakterausbau stärker miteinander verknüpfen. Ob sich alte Spielstände problemlos in dieses neue System einfügen und wie viel Freiraum es bei der Verteilung der Fähigkeiten gibt, bleibt offen.

Praktische Änderungen für lange Spielstände

Das Remaster bringt auch Funktionen, die nicht so spektakulär aussehen, aber im Alltag viel ausmachen können. Die Loot-Mechanik, das Quest-Tracking, die Benutzeroberfläche und die Menünavigation werden überarbeitet. Ein modernisiertes Tutorial und neue Barrierefreiheitsfunktionen sind ebenfalls geplant.

Für viele Fans dürfte die Transmogrifikation besonders praktisch sein. Damit lässt sich das Aussehen einer Rüstung von ihren Werten trennen. Geralt kann also die besseren Werte eines Ausrüstungsstücks nutzen, ohne zwangsläufig dessen Optik tragen zu müssen. Das passt gut zu einem Spiel, in dem man über viele Stunden neue Rüstungsteile findet und verbessert.

Hinzu kommen ein erweiterter Foto-Modus, eine Meditation mit sichtbarem Zeitablauf und plattformübergreifende Mod-Unterstützung. Vor allem bei Mods wird entscheidend sein, wie diese Unterstützung auf den einzelnen Plattformen genau funktioniert. Die Ankündigung zeigt aber, dass CD Projekt nicht nur an neue Spieler denkt, sondern auch daran, wie lange Fans das Abenteuer nach dem ersten Durchlauf weiter nutzen können.

Parallel zeigte das Studio bei der Gamescom 2026 einen ersten Blick auf Songs of the Past, die dritte Story-Erweiterung für The Witcher 3. Das Remaster selbst enthält laut Ankündigung das Hauptspiel, alle bisherigen DLCs sowie Hearts of Stone und Blood and Wine. Ob und wie Songs of the Past mit der überarbeiteten Fassung verbunden ist, wird in der Übersicht nicht erklärt.

Damit bleibt das Remaster vor allem ein kostenloser Neustart für bestehende Besitzer: Die Welt soll besser aussehen, aber Geralt soll sich auch beim Reiten, Kämpfen, Ausrüsten und Verfolgen von Quests moderner spielen.

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