Mit The Witcher 3 Remastered bekommt Geralts Abenteuer am 29. September 2026 ein kostenloses Upgrade für PS5, Xbox Series X/S, Switch 2 und PC. Wichtig ist dabei: Die angekündigten Verbesserungen bleiben nicht allein der neuen Erweiterung Songs of the Past vorbehalten. Wer das Hauptspiel bereits besitzt, soll die überarbeitete Fassung ohne Aufpreis erhalten.
Das ist für viele Spieler wahrscheinlich die größere Nachricht hinter dem neuen Gameplay. Songs of the Past erscheint erst 2027, aber die Änderungen an Kämpfen, Bewegung und Komfortfunktionen kommen deutlich früher. Außerdem sind Hearts of Stone und Blood and Wine ab sofort kostenlos für alle Besitzer des Hauptspiels erhältlich.
Mehr als nur bessere Grafik
CD Projekt RED kündigt für das Remaster zwar auch Grafikverbesserungen und Unterstützung für PS5 Pro an. Entscheidend für eine neue Runde mit Geralt dürften aber die Änderungen sein, die man beim Spielen ständig bemerkt.
Das Kampfsystem wird angepasst, ebenso Geralts Bewegungs- und Kletteranimationen. Auch Plötze soll sich leichter und weniger stressig reiten lassen. Dazu kommen ein überarbeiteter Talentbaum, eine Transmog-Funktion sowie Änderungen bei Beute, Quest-Tracking, Benutzeroberfläche und Tutorials.
Diese Liste klingt erst einmal nach vielen einzelnen Punkten. Zusammen kann sie aber viel verändern: Wenn Ausrüstung einfacher verwaltet wird, Quests klarer zu verfolgen sind und die Fortbewegung flüssiger wirkt, verlieren gerade längere Spielsessions einige ihrer kleinen Reibungen. Für Leute, die das Original seit Jahren nicht mehr angefasst haben, könnte das den Wiedereinstieg deutlich angenehmer machen.
Die Kette ist für Songs of the Past gedacht
Die neue Erweiterung bringt trotzdem ein eigenes Kampfelement mit. In einem mehr als 13 Minuten langen Gameplay-Video zeigt CD Projekt RED die Quest „A Bed of Thorns“, die früh im Spielverlauf von Songs of the Past angesiedelt ist. Geralt reist darin nach Letten, der Heimat seines Freundes Rittersporn.
Die Gegend wirkt zunächst ruhig und friedlich. Weil Rittersporn nicht auffindbar ist, führt die Suche jedoch weiter in den geheimnisvollen „Garden of Thorns“. Damit setzt die Erweiterung offenbar auf eine düstere Spurensuche, statt nur eine neue Karte mit Kämpfen aneinanderzureihen.
Im Video ist außerdem Geralts neue Kettenwaffe zu sehen. Sie ergänzt Stahl- und Silberschwerter, kann Gegner auf Abstand halten und fliegende Monster aus der Luft holen. Auch neue Finisher gehören zu diesem Arsenal. Die Kette scheint also kein bloßes optisches Extra zu sein, sondern verändert vor allem den Umgang mit Gegnern, die sonst schwer erreichbar sind.
Noch ist offen, wie oft die Waffe im fertigen Abenteuer wirklich gebraucht wird und wie groß Letten am Ende ausfällt. Das gezeigte Material reicht aber, um zwei Dinge klarzumachen: Songs of the Past will Geralt eine neue Geschichte geben, während das Remaster das bestehende Spiel gleichzeitig an mehreren Stellen modernisieren soll.
Für Rückkehrer lohnt sich der Blick schon 2026
Wer vor allem auf die dritte große Story-Erweiterung wartet, muss sich noch bis 2027 gedulden. Für Besitzer von The Witcher 3 beginnt die eigentliche Vorbereitung aber schon im September 2026. Das kostenlose Remaster liefert die neuen Grundlagen früher, und die beiden bisherigen Erweiterungen stehen dann ebenfalls gratis bereit.
So entsteht keine Situation, in der nur der neue Zusatzinhalt von den Verbesserungen profitiert. Stattdessen können Rückkehrer das Hauptspiel und seine bisherigen Geschichten mit den angekündigten Anpassungen neu beginnen oder weiterspielen. Die neue Kette und die Reise nach Letten bleiben zwar Songs of the Past vorbehalten, doch der überarbeitete Alltag in Geralts Welt soll für alle da sein.