Ciri aus The Witcher 4 trägt einen Pelzmantel mit Kapuze und Schwerter auf dem Rücken in einer verschneiten Waldlandschaft.
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The Witcher 4: CD Projekt plant flexibel trotz teurer Konsolen

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

CD Projekt plant The Witcher 4 nicht nur mit neuer Hardware im Kopf. Steigende Konsolenpreise und mögliche Verzögerungen bei PS6 oder Xbox sollen das Studio nicht ausbremsen.

CD Projekt rechnet bei der Planung von The Witcher 4 offenbar nicht fest mit einer neuen Konsolengeneration. Co-CEO Michał Nowakowski betont, dass das Studio seine Spiele auch dann passend veröffentlichen könne, wenn Spieler zu diesem Zeitpunkt weiter auf PS5 und Xbox Series X/S unterwegs sind.

Das ist vor allem mit Blick auf die derzeitigen Hardwarepreise wichtig. Konsolen sind in dieser Generation nicht schrittweise günstiger geworden. Sony erhöhte im April die Preise der verschiedenen PS5-Modelle um jeweils 100 Euro. Nintendo hat in Europa und Nordamerika inzwischen ebenfalls den Preis der Switch 2 angehoben. Marktforschungsdaten, auf die im Gespräch verwiesen wird, zeigen zudem sinkende Konsolenverkäufe in den vergangenen Quartalen.

Für CD Projekt zählt der verfügbare Markt

Nowakowski nennt die Preisfrage eine echte Herausforderung, erwartet aber keinen grundsätzlichen Rückzug der Spieler von Konsolen. Sein Argument ist einfach: Viele Menschen wollen ein Gerät anschließen und ohne weitere Hürden losspielen. Gerade für Gelegenheitsspieler und Leute, die nicht viel an einem System einstellen möchten, bleiben Konsolen deshalb wichtig.

Für ein großes Rollenspiel wie The Witcher 4 bedeutet das vor allem Planungsspielraum. CD Projekt muss nicht darauf setzen, dass bis zum Release schon eine neue PlayStation oder Xbox in vielen Haushalten steht. Falls PS5 und Xbox Series X/S dann weiter die verbreiteten Geräte sind, will das Studio dort vertreten sein und ein Modell finden, das sowohl für das Unternehmen als auch für Spieler funktioniert.

Das klingt erst einmal vorsichtig, ist aber für Fans eine hilfreiche Aussage. Eine neue Konsolengeneration kann technisch spannend sein. Sie ist für die Reichweite eines Spiels aber nur dann hilfreich, wenn genug Leute die neue Hardware auch wirklich besitzen und bezahlen können. Hohe Preise machen genau das schwieriger.

Gerüchte über PS6 und Xbox Helix ändern noch nichts

Im Gespräch ging es auch um Spekulationen, wonach teure Komponenten eine spätere Veröffentlichung der nächsten PlayStation und der unter dem Namen Xbox Helix gehandelten Xbox verursachen könnten. Nowakowski stellt klar, dass CD Projekt diese Gerüchte kennt, aber nicht weiß, ob sie stimmen.

Eine mögliche Verschiebung wäre für das Studio nach seiner Darstellung trotzdem kein Grund zur Sorge. Entwickler wünschen sich zwar möglichst leistungsstarke Hardware, weil sie damit mehr zeigen können. Gleichzeitig müsse ein Team realistisch planen. Wenn neue Geräte später kommen, könnten einzelne Ideen zunächst zurückgestellt und für später aufgehoben werden.

Damit sagt CD Projekt nicht, dass The Witcher 4 auf einer bestimmten Plattform erscheint oder welche Technik das Spiel am Ende nutzt. Es zeigt aber, dass die aktuelle Konsolengeneration bei den Überlegungen weiterhin eine große Rolle spielt. Für Spieler ist das plausibler als ein Plan, der ausschließlich auf noch nicht angekündigte Hardware baut.

Gute Spiele sollen wichtiger sein als der Gerätewechsel

Nowakowskis wichtigster Punkt geht über die nächste Konsole hinaus: Entscheidend seien die Spiele selbst. Wenn Entwickler und Publisher Inhalte liefern, die Spieler überzeugen, würden diese auch einen Weg finden, sie zu spielen. Das ist keine Garantie gegen steigende Preise. Es erklärt aber, warum CD Projekt trotz der schwierigen Lage weiter auf Konsolen setzt.

Für The Witcher 4 gibt es weiterhin keinen konkreten Termin. CD Projekt hat zuletzt lediglich eine Veröffentlichung im Jahr 2028 für PC und Konsolen in Aussicht gestellt. Bis dahin kann sich bei Preisen, Hardwareplänen und der Verbreitung der aktuellen Geräte noch viel verändern. Das Studio signalisiert aber schon jetzt, dass es seine Strategie nicht von einem schnellen Generationswechsel abhängig machen will.

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