Cockpit eines Kampfhubschraubers in Wardogs, der Raketen auf eine bergige Landschaft abfeuert.
News

Wardogs erreicht 3 Millionen Verkäufe, doch der Start bleibt schwierig

Von Alex 3 Min. Lesezeit

Wardogs knackt drei Millionen Verkäufe auf PC. Für Bulkhead beginnt jetzt aber die schwierigere Arbeit: Server, Cheater und der Druck nach dem Hype.

Wardogs hat seit dem Early-Access-Start am 10. September mehr als drei Millionen Verkäufe auf PC erreicht. Für Bulkhead Studios ist das ein riesiger Start. Gleichzeitig zeigt der Meilenstein, wie schnell ein Online-Shooter an seine Grenzen kommen kann, wenn viel mehr Spieler als erwartet gleichzeitig einsteigen.

Bulkhead-Chef Joe Brammer beschreibt die ersten Wochen nicht nur als Erfolg. Das Team habe gegen Cheater und wiederholte DDoS-Attacken kämpfen müssen. Ein Teil der Mitarbeitenden nahm laut Brammer Urlaub, weil die Belastung körperlich und mental zu hoch geworden war. Im Studio werde trotzdem in kleinerer Besetzung weitergearbeitet.

Der Ansturm kam sofort

Schon am ersten Tag verkaufte sich Wardogs eine Million Mal und erreichte 350.000 gleichzeitig aktive Spieler. Nach einer Woche standen mehr als zwei Millionen Verkäufe und über 400.000 gleichzeitige Nutzer im Raum. Der 24-Stunden-Höchstwert liegt inzwischen bei etwa 429.000 Spielern.

Solche Zahlen sehen natürlich stark aus. Für ein Spiel, das noch im Early Access steckt, bedeuten sie aber auch: Server, Matchmaking und Schutzmaßnahmen müssen sofort unter extremer Last funktionieren. Genau dort gab es Probleme. Warteschlangen wurden lang, viele Spieler kamen nur schwer in Partien und Server waren zeitweise nicht erreichbar.

Das ist für Wardogs besonders wichtig, weil Matches laut den bekannten Angaben eine Wirtschaft mit echtem Risiko für den eigenen Fortschritt haben. Wenn Cheater diese Abläufe ausnutzen können, trifft das nicht nur einzelne Runden. Es kann auch das Vertrauen in das ganze Spiel kaputtmachen.

Bulkhead rechnet mit sinkenden Zahlen

Brammer warnt selbst davor, den aktuellen Hype als Dauerzustand zu sehen. Das ist eine ziemlich klare Ansage nach drei Millionen Verkäufen, aber auch realistisch: Der Launch-Ansturm eines neuen Online-Spiels bleibt selten dauerhaft auf demselben Niveau.

Für Spieler zählt deshalb weniger, ob Wardogs den nächsten Rekord schafft. Wichtiger ist, ob Bulkhead die Sicherheitsprobleme und die Serverlage stabiler in den Griff bekommt, wenn der erste große Ansturm langsam nachlässt. Brammer erwartet außerdem, dass Kritik lauter werden könnte, falls noch nicht alle Probleme gelöst sind. Seine ausführlicheren Worte dazu stehen in seinem Beitrag auf X.

Season 2 soll am 15. Oktober starten

Der nächste größere Inhaltsschritt ist bereits geplant: Season 2 beginnt am 15. Oktober 2026. Ein kurzer Teaser weist auf Regenwetter als wichtiges neues Element hin. Ob die Saison auch bei den technischen Problemen spürbare Fortschritte bringt, wurde bislang nicht genauer erklärt.

Eine Monetarisierung im Early Access schließt Bulkhead laut Brammer aus. Aktuell gibt es nur eine optionale kosmetische Supporter Edition. Versionen für PS5 und Xbox sind erst für 2028 vorgesehen. Bis dahin muss Wardogs auf PC zeigen, dass der große Start nicht nur viele Käufer gebracht hat, sondern auch ein Online-Spiel, das unter Druck zuverlässig läuft.

Weiter im Gespräch

Drei Stimmen. Ein gemeinsamer Spielstand.

REDEN WIR
ÜBER GAMES.

News mit Kontext, Tests mit Haltung und Geschichten aus ganz unterschiedlichen Spielwelten.

Alle Artikel