Bewaffneter Militärhubschrauber fliegt in Wardogs über bewaldete Berge mit schneebedeckten Gipfeln und bewölktem Himmel.
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Wardogs: Zwei Millionen Verkäufe, jetzt zählt der Betrieb

Von Alex 3 Min. Lesezeit

Wardogs verkauft sich viel besser als erwartet. Jetzt muss Bulkhead zeigen, dass Serverprobleme, Angriffe und Cheater den Start nicht kaputtmachen.

Wardogs hat in seiner ersten Woche zwei Millionen Exemplare verkauft. Auf Steam erreichte der taktische First-Person-Shooter am ersten Wochenende laut SteamDB bis zu 428.666 gleichzeitig aktive Spieler. Für Bulkhead Interactive ist das der mit Abstand größte Erfolg der bisherigen Studiogeschichte.

Die Zahlen sind nicht nur ein guter Start für das Spiel. Sie verändern auch die Lage eines Teams, dessen Zukunft wenige Monate zuvor noch sehr unsicher war. Jetzt muss Bulkhead vor allem zeigen, dass es den großen Andrang dauerhaft stemmen kann.

Der Erfolg kommt schneller als die Planung

Bulkhead-CEO Joe Brammer erklärte im Podcast The Game Business Show, dass das Studio im Dezember noch mit möglichen Entlassungen rechnete. Nachdem Tencent kein Interesse mehr hatte, stand die Finanzierung auf wackligen Beinen. Gespräche mit Hiro Capital und Everplay brachten zunächst keine sichere Lösung.

Damals hatte Bulkhead ungefähr 100 Beschäftigte. Brammer riet ihnen sogar, neue Angebote anzunehmen, falls sich welche ergeben. Das Team blieb aber zusammen. Später kam zwar Geld ins Studio, doch Wardogs blieb entscheidend für die weitere Zukunft.

Ursprünglich war der Shooter unter Tencent als großes AAA-Projekt geplant. Nach dem Eigentümerwechsel musste Bulkhead das Vorhaben kleiner denken und auf einen Early-Access-Ansatz umstellen. Das interne Mindestziel lag bei 400.000 Verkäufen, 600.000 hätten die Situation laut Brammer spürbar entspannter gemacht. Schon die Vorbestellungen knackten jedoch eine Million.

Damit liegt Wardogs jetzt weit über diesen Erwartungen. Das ist für Fans erst einmal cool, weil ein erfolgreiches Spiel eher weiterentwickelt werden kann. Gleichzeitig entsteht dadurch aber viel mehr Druck auf das Team als bei einem normalen Start.

Server, Cheater und Wachstum sind jetzt die Baustellen

Brammer sagte, der Erfolg sei deutlich größer ausgefallen als erwartet. Direkt nach dem Start gab es technische Probleme. Dazu kommen DDoS-Angriffe und Cheater, die bei einer so großen Spielerschaft schnell mehr Schaden anrichten können.

Gerade bei einem taktischen Online-Shooter sind das keine Nebensachen. Wenn Partien wegen Serverproblemen schlecht laufen oder Cheater zu oft auftauchen, merken das Spieler sofort. Die Verkaufszahl ist also nur der Anfang. Wichtiger wird, wie schnell Bulkhead diese Probleme in den Griff bekommt und ob das Team die vielen Spieler halten kann.

Das Studio will dafür offenbar wachsen, möchte Neueinstellungen aber nicht überstürzen. In den vergangenen sechs Jahren hatte Bulkhead große Teile seiner Belegschaft abbauen müssen. 2026 soll nun erstmals ein Jahr ohne Entlassungen werden. Gesucht werden vor allem Leute, die sich mit FPS-Spielen auskennen.

Wardogs ist bisher für PC erschienen. Versionen für PS5 und Xbox Series X/S sind geplant, sollen aber nicht kurzfristig folgen. Bis dahin liegt die wichtigste Aufgabe klar auf der PC-Version: Der riesige Start muss technisch stabil werden, damit aus dem Hype auch langfristig ein Spiel wird, zu dem die Leute zurückkehren.

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