Vier bewaffnete Agenten stehen auf einem Londoner Dach, während eine Drohne über der futuristischen Skyline schwebt.
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Watch Dogs Legion: Director’s Cut soll 2027 eine zweite Chance bekommen

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Berichten zufolge plant Ubisoft einen Director’s Cut von Watch Dogs: Legion für 2027. Neue Inhalte sind im Gespräch, offiziell bestätigt wurde das Projekt aber nicht.

Eine überarbeitete Fassung von Watch Dogs: Legion soll bei Ubisoft in Planung sein. Nachdem Tom Henderson bereits Anfang 2026 über einen Director’s Cut gesprochen hatte, berichtet nun eine weitere Quelle von dem Projekt. Als mögliches Veröffentlichungsfenster steht die erste Hälfte des Jahres 2027 im Raum.

Bestätigt ist die Neuauflage trotzdem nicht. Ubisoft hat sich bislang weder zu ihrer Existenz noch zum genannten Zeitraum geäußert. Auch konkrete Informationen zu Plattformen, Umfang und technischen Verbesserungen fehlen. Im Moment handelt es sich also um ein Gerücht, das durch einen zweiten Bericht an Gewicht gewinnt, aber noch keine offizielle Ankündigung ersetzt.

Die zweite Chance braucht mehr als eine neue Verpackung

Ein Director’s Cut von Watch Dogs: Legion wäre vor allem deshalb interessant, weil Ubisoft offenbar nicht einfach nur eine unveränderte Neuveröffentlichung plant. Frühere Angaben von Henderson sprechen von zusätzlichen Missionen oder Erweiterungen. Außerdem sollen die Animationen komplett überarbeitet werden.

Genau an diesem Punkt könnte die neue Fassung wichtig werden. Watch Dogs: Legion erschien ursprünglich 2020 und konnte viele Spieler weniger überzeugen als seine Vorgänger. Eine neue Version müsste deshalb verständlich machen, warum sich eine Rückkehr nach London lohnt. Frische Inhalte und deutlich überarbeitete Animationen wären dafür konkretere Argumente als eine bloße Anpassung für aktuelle Systeme.

Allerdings sind auch diese Verbesserungen bislang nicht bestätigt. Der neue Bericht zum geplanten Director’s Cut nennt keine zusätzlichen Einzelheiten dazu, welche Inhalte tatsächlich enthalten sein sollen. Unklar bleibt ebenso, ob Ubisoft vorhandene Teile des Spiels verändert oder lediglich neue Abschnitte ergänzt.

Ein ungewöhnliches System steht erneut im Mittelpunkt

Legion verlegte die Reihe in eine fiktive, nahe Zukunft Londons. Spieler bauen dort eine Widerstandsgruppe auf. Die wichtigste Besonderheit war das Rekrutierungssystem: Nahezu jeder Bewohner der Stadt konnte Teil der eigenen Gruppe werden und brachte eigene Fähigkeiten mit.

Damit unterschied sich Legion deutlich von Spielen, die ihre Handlung um eine feste Hauptfigur bauen. Der Director’s Cut könnte Ubisoft die Gelegenheit geben, dieses System noch einmal in einer überarbeiteten Fassung zu zeigen. Ob daran selbst Änderungen geplant sind, geht aus den bisherigen Berichten jedoch nicht hervor.

Zum bekannten Spiel gehören außerdem bewaffnete Drohnen, Spider-Bots und Tarntechnik. London dient als offene Spielwelt mit bekannten Wahrzeichen und Nebenaktivitäten. Diese Elemente erklären, warum eine Neuauflage grundsätzlich mehr sein könnte als nur eine Rückkehr zu einer alten Kampagne: Das Spiel besitzt bereits ein ungewöhnliches Grundkonzept, dessen Umsetzung bei einem Director’s Cut erneut auf dem Prüfstand stehen würde.

Der Nacht-Modus bleibt das größte Fragezeichen

Neben neuen Inhalten und veränderten Animationen ist von einem zusätzlichen Nacht-Modus die Rede. Was sich dahinter verbirgt, ist derzeit vollkommen offen. Der Name verrät nicht, ob es um veränderte Lichtverhältnisse, besondere Missionen, neue Regeln oder etwas ganz anderes geht.

Gerade deshalb sollte dieser Punkt noch nicht als festes Feature verstanden werden. Ohne Erklärung von Ubisoft lässt sich nicht sagen, wie umfangreich der Modus ausfällt und welchen Einfluss er auf das eigentliche Spiel haben könnte. Gleiches gilt für die möglichen zusätzlichen Story-Inhalte: Weder Anzahl noch Aufbau oder Umfang sind bekannt.

Für Fans der Reihe ist die Nachricht trotzdem bemerkenswert. Statt Watch Dogs direkt mit einem komplett neuen Teil zurückzubringen, könnte Ubisoft zunächst einen umstrittenen Ableger überarbeiten. Das wäre ein vorsichtiger Neustart für eine Marke, um die es zuletzt ruhig geworden war.

Bis zu einer offiziellen Vorstellung bleiben aber drei entscheidende Fragen offen: Was verändert der Director’s Cut wirklich, für welche Plattformen erscheint er und kann Ubisoft das angepeilte Fenster in der ersten Jahreshälfte 2027 bestätigen? Erst mit diesen Antworten lässt sich beurteilen, ob Legion tatsächlich eine zweite Chance bekommt oder ob die Pläne noch geändert werden.

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