Asha Sharma spricht vor einem leuchtenden Xbox-Logo und einem verschwommenen Publikum.
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Xbox setzt beim Neustart wieder auf die Konsole

Von Alex 3 Min. Lesezeit

Xbox soll wieder wachsen. Laut einem internen Memo spielt die Konsole dabei weiter die Hauptrolle, obwohl Game Pass, Windows und Streaming wichtig bleiben.

Microsoft will Xbox nach den angekündigten Entlassungen wieder auf Wachstum bringen. In einem internen Memo beschreibt Xbox-CEO Asha Sharma, wie die Sparte in den nächsten Jahren neu ausgerichtet werden soll.

Der wichtigste Punkt für Spieler: Die Konsole rückt wieder stärker in den Mittelpunkt. Sharma schreibt, dass sie den größten Teil des Xbox-Umsatzes bringt und weiter die Grundlage der Fangemeinde bleibt. Für alle, die sich gefragt haben, ob Xbox irgendwann nur noch Game Pass, PC und Cloud meint, ist das eine ziemlich klare Ansage.

Gleichzeitig bleibt der Plan größer als nur eine neue Box unter dem Fernseher. Xbox soll Konsole, Xbox-Betriebssystem, Game Pass, Windows und Streaming enger zu einer Plattform verbinden.

Warum die Konsole wieder wichtiger wird

Microsoft hatte Anfang Juli eine neue Ausrichtung für Xbox bestätigt. Die befürchteten Studioschließungen kamen laut den vorliegenden Angaben nicht, trotzdem sollen im laufenden Geschäftsjahr 3.200 Jobs in der Xbox-Sparte wegfallen. Das ist der harte Teil dieser Nachricht.

Sharma nennt im Memo zwei Ziele: Xbox soll wieder mehr Spieler und mehr Umsatz erreichen. Außerdem sollen die Gewinne wieder näher an den Schnitt der Branche herankommen. Dafür sollen alle Bereiche und Studios Verantwortung tragen.

Interessant ist, dass die Konsole dabei nicht als altes Anhängsel behandelt wird. Sie soll laut Sharma das „Flaggschiff-Erlebnis“ bleiben. Einfach gesagt: Xbox will offenbar nicht nur überall verfügbar sein, sondern braucht weiter einen festen Mittelpunkt.

Das passt auch zu einer Änderung, die Sharma schon im Juni angekündigt hatte. Nach Gears of War: E-Day und Clockwork: Revolution sollen weitere Spiele der Xbox Game Studios wieder Xbox-exklusiv erscheinen. Xbox geht also nicht komplett davon aus, jedes eigene Spiel möglichst breit auf andere Plattformen zu bringen.

Die großen Ziele sind sehr hoch gesteckt

Sharma beschreibt Xbox langfristig als ein System, das täglich eine Milliarde Spieler unterhält. Das klingt riesig, aber sie nennt dafür auch Zwischenziele.

Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2027 soll Xbox wieder Wachstum erreichen. In den Geschäftsjahren 2028 und 2029 sollen die Investitionen stärker zu echten wachsenden Geschäftsbereichen werden. Bis zum Geschäftsjahr 2030 will Xbox laut Memo auf halbem Weg zum Langzeitziel von einer Milliarde täglichen Spielern sein.

Dafür setzt Sharma auf vier Bereiche. Der erste heißt „Core“ und meint die Stärkung der Plattform, angeführt von der Konsole. Dazu kommen Inhalte, Minecraft als Plattform für Kreative und der Ausbau von Welten, die Fans bereits mögen.

Mehr Marken, mehr Minecraft, mehr King

Xbox soll sich in Zukunft stärker auf die wichtigsten eigenen Marken konzentrieren. Dabei geht es nicht nur um Spiele. Genannt werden auch Filme, Fernsehen, Produkte, Live-Events und internationale Partnerschaften.

Laut Sharma machen bereits drei nicht genannte Xbox-Marken jeweils mehr als eine Milliarde US-Dollar Umsatz pro Jahr. Welche Franchises das genau sind, steht im Memo nicht.

Außerdem sollen Minecraft und King wichtiger werden. Das ergibt Sinn, wenn Xbox nicht nur Core-Spieler erreichen will. Minecraft ist schon jetzt mehr als ein einzelnes Spiel, und King steht mit Candy Crush Saga für ein ganz anderes Publikum als klassische Konsolenspiele.

Für Spieler bleibt die wichtigste offene Frage: Wie fühlt sich dieser neue Plan am Ende wirklich an? Mehr Xbox-exklusive Spiele und eine stärkere Konsole sind klare Signale. Ob daraus auch bessere Spiele, fairere Entscheidungen und ein stärkeres Xbox-Gefühl entstehen, muss Microsoft in den nächsten Jahren zeigen.

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