Halo: The Master Chief Collection als Disc in einer grünen Xbox-One-Hülle neben einem Coverausschnitt mit bewaffneten Soldaten.
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Xbox testet übertragbare Lizenzen für Disc-Spiele

Von Alex 2 Min. Lesezeit

Xbox startet Disc-to-Digital für Insider. Spannend ist vor allem, dass die digitalen Lizenzen übertragbar bleiben sollen.

Xbox will ab kommendem Montag ein „Disc-to-Digital“-Programm für Insider starten. Damit sollen sich physische Spiele aus aktuellen und älteren Xbox-Generationen in digitale Lizenzen umwandeln lassen. Zum Start sollen bereits mehrere Tausend Titel unterstützt werden.

Der interessante Teil ist nicht nur die Umwandlung selbst: Die Lizenzen sollen laut Ankündigung übertragbar bleiben. Wer ein Spiel weiterverkauft oder verschenkt, könnte also auch die digitale Lizenz weitergeben. Gerade bei digitalen Käufen wäre das ein deutlicher Unterschied, weil sie normalerweise fest an einen Account gebunden sind.

Digital, aber nicht komplett festgebunden

Xbox versucht damit offenbar, einen großen Kritikpunkt an rein digitalen Spielebibliotheken abzufangen. Eine Disc kann man ausleihen, tauschen oder verkaufen. Bei einer üblichen digitalen Lizenz geht das nicht einfach. Wenn das neue System so funktioniert wie angekündigt, bleibt diese Freiheit zumindest teilweise erhalten, obwohl das Spiel digital in der Bibliothek liegt.

Für Spieler mit vielen alten Xbox-Discs könnte das praktisch sein. Die Ankündigung beantwortet aber noch nicht alle wichtigen Fragen. Details dazu, wie genau die Übertragung abläuft oder welche Bedingungen dafür gelten, wurden im vorliegenden Material nicht genannt. Erst der Insider-Start dürfte zeigen, wie unkompliziert das Programm wirklich ist.

Warum Laufwerke zum Problem werden könnten

Parallel dazu gibt es einen Bericht, nach dem Microsoft nicht nur aus Strategiegründen stärker auf digitale Hardware setzt. Jez Corden berichtet, die Lieferkette für Komponenten optischer Laufwerke werde immer schwächer, weil Hersteller ihre Fertigung auf andere Technik umstellen. Das ist bisher keine offizielle Erklärung von Microsoft.

Schon 2024 hatte der inzwischen ausgeschiedene Xbox-Chef Phil Spencer Laufwerke als Kostenproblem bezeichnet. Er verwies darauf, dass nur noch wenige Hersteller solche Technik bauen. Das passt zu der Lage: Ein Disc-Laufwerk kostet Geld, wird aber nicht von allen genutzt.

Für die nächste Xbox bleibt vieles offen

Ob die nächste Xbox mit dem Codenamen Helix überhaupt ein eingebautes Laufwerk bekommt, hat Xbox-Chefin Asha Sharma nicht bestätigt. Sie sprach stattdessen von Leistung, Effizienz und einem bezahlbaren Preis. Auch das ist keine klare Absage an Discs, zeigt aber, worauf Microsoft bei der nächsten Hardware offenbar achtet.

Genau deshalb ist das neue Programm mehr als nur eine Funktion für Sammler. Falls Konsolen künftig öfter ohne Laufwerk verkauft werden, wäre eine übertragbare digitale Lizenz eine Möglichkeit, physische Spielesammlungen nicht einfach wertlos zu machen. Ob Xbox dieses Versprechen für alle unterstützten Spiele sauber einlöst, muss sich nun im Insider-Test zeigen.

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