Star Wars: Zero Company ist ab sofort für PS5, Xbox Series X/S und PC erhältlich. Für Bit Reactor ist der Start besonders wichtig: Das rundenbasierte Taktikspiel ist das erste veröffentlichte Projekt des jungen Studios und erreicht laut den bisherigen Fachwertungen einen Metascore von 86 Punkten.
Der gute Empfang ist ein starkes Signal für ein Team, das sich mit einem bekannten Universum und einem klar umrissenen Genre vorgestellt hat. Gleichzeitig beginnt die eigentliche Arbeit nach dem Release erst: Bit Reactor will gemeldete technische Probleme, vor allem auf dem PC, möglichst schnell untersuchen und korrigieren.
Gute Bewertungen sind kein Ersatz für stabile Technik
Game Director und Studio-Gründer Greg Foertsch beschreibt die Reaktion auf die Tests als überwältigend. Für ein neues Studio sei es natürlich ein großes Ziel, nicht nur innerhalb eines Genres zu überzeugen, sondern ein Spiel zu veröffentlichen, das insgesamt positiv wahrgenommen wird. Auch Lucasfilm und Electronic Arts hätten dem Team bereits gratuliert.
Trotz der starken Wertungen wurde die PC-Version für Framerate-Einbrüche kritisiert. Foertsch sagt, Bit Reactor wolle bei technischen Problemen jeweils die Ursache finden und Korrekturen direkt in den laufenden Entwicklungsprozess aufnehmen. Gerade auf PC sei das schwieriger, weil viele unterschiedliche Hardware-Konfigurationen berücksichtigt werden müssen. Auf Konsolen sei die Fehlersuche laut ihm einfacher.
Für Spieler ist das der Punkt, auf den es nach den guten Kritiken nun ankommt. Ein Taktikspiel lebt davon, dass Züge, Entscheidungen und Kämpfe ohne störende technische Aussetzer ablaufen. Die Zusage für schnelle Nachbesserungen ist da wichtiger als ein allgemein gehaltenes Versprechen für irgendwann spätere Inhalte.
Bit Reactor möchte weiter mit bekannten Marken arbeiten
Ob Zero Company noch Zusatzinhalte erhält, hat das Studio noch nicht angekündigt. Foertsch hält sich bei konkreten Plänen bewusst zurück. Erst einmal müsse Bit Reactor zeigen, dass es auch in einem schwierigen Markt zuverlässig liefern kann.
Klarer äußert er sich über die Richtung eines möglichen nächsten Spiels. Das Team möchte offenbar erneut mit einer bestehenden Marke arbeiten. Star Wars bleibt dabei eine Option: Die Zusammenarbeit mit Lucasfilm sei für Bit Reactor sehr positiv gewesen, und das Studio würde nach Foertschs Worten gerne weitere Spiele in diesem Universum entwickeln.
Das ist aber keine Bestätigung für einen Nachfolger oder ein weiteres Star-Wars-Projekt. Fest steht nur, dass Bit Reactor seine Zukunft eher bei bekannten Lizenzen als bei einer komplett neuen eigenen Marke sieht. Beim Studiostart habe man sich bewusst gegen das zusätzliche Risiko entschieden, zugleich noch ein neues Universum aufbauen zu müssen.
Erst der Launch, dann die nächsten Schritte
Zero Company zeigt damit, worauf Bit Reactor setzen will: ein vertrautes Universum und ein Spielkonzept, das zum Hintergrund des Teams passt. Mehrere zentrale Personen des Studios haben bereits bei früheren Projekten zusammengearbeitet, darunter auch Foertsch nach seiner Zeit bei Firaxis.
Der Launch liefert dem Studio eine gute Ausgangslage, aber noch keinen festen Plan für die Zukunft. Zunächst muss sich zeigen, wie schnell die technischen Probleme behoben werden und wie das Spiel nach den ersten Bewertungen bei den Spielern ankommt. Erst danach dürfte klarer werden, ob Bit Reactor bei Star Wars bleibt oder die nächste bekannte Marke sucht.