Ein bärtiger Soldat in taktischer Weste zielt mit einem modernen Sturmgewehr vor einer futuristischen Stadt unter blauem Himmel.
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MindsEye-Studio: Weitere Entlassungen gemeldet

Von Alex 2 Min. Lesezeit

Bei Build A Rocket Boy sollen erneut Stellen weggefallen sein. Wie es mit MindsEye und dem Studio weitergeht, ist weiter offen.

Bei Build A Rocket Boy soll es erneut Entlassungen geben. Mehrere frühere Beschäftigte haben öffentlich geschrieben, dass sie ihre Kündigung erhalten haben. Wie viele Stellen betroffen sind und ob das Studio weiterarbeitet, hat Build A Rocket Boy bislang nicht bestätigt.

Für Fans von MindsEye ist das vor allem ein schlechtes Zeichen für die weitere Unterstützung des Spiels. Nach dem schwachen Start gab es zwar mehrere Updates, doch die Lage scheint sich dadurch nicht stabilisiert zu haben.

Was über die Kündigungen bekannt ist

Der ehemalige HR-Mitarbeiter Dan Hawkins schrieb, dass er gemeinsam mit seinen Kollegen das Studio verlassen habe und noch beim Abwickeln von Aufgaben in der Personalabteilung helfen werde. Entwicklerin Michaela Emslie sprach ebenfalls von einer Kündigung, nannte aber nur sich und einige Kollegen.

Das bedeutet: Eine größere Entlassungswelle ist sehr wahrscheinlich, eine genaue Zahl gibt es aber nicht. Auch eine komplette Schließung lässt sich aus den Aussagen nicht ableiten. Einer mit dem Studio vertrauten Quelle zufolge könnte Build A Rocket Boy selbst dann als Firma bestehen bleiben, wenn alle Beschäftigten gehen müssten.

Schon im Juli waren Kündigungswarnungen bei den damals rund 300 Beschäftigten in Großbritannien bekannt geworden. Im Sommer protestierten entlassene Mitarbeiter zudem vor dem Studio gegen einen bezahlten Test- und Marketingtag.

Updates konnten MindsEye nicht retten

MindsEye erschien im Juni 2025 und hatte direkt große Probleme. Spieler und Tester kritisierten vor allem Fehler, Glitches, technische Schwächen und das Gegnerverhalten. Build A Rocket Boy versprach daraufhin Patches und sprach später sogar von einem Relaunch.

Es folgten das Blacklisted-Update, weitere Aktualisierungen und ein Preisnachlass von 50 Prozent auf Steam. Trotzdem blieb das Interesse gering: Der 24-Stunden-Spitzenwert auf Steam lag zuletzt bei nur 16 gleichzeitig aktiven Spielern.

Auch die Geschäftszahlen zeigen, wie schwierig die Situation ist. Im Jahresabschluss zum 30. September 2025 standen 4,6 Millionen Pfund Umsatz Betriebskosten von 52,1 Millionen Pfund gegenüber. Der Nettoverlust lag bei 36,2 Millionen Pfund.

Die Zukunft hängt jetzt an offenen Fragen

Das Studio war einmal deutlich größer. Berichten zufolge beschäftigte Build A Rocket Boy zeitweise mehr als 500 Menschen und hatte bis 2024 über 233 Millionen Pfund an Investitionen eingesammelt. Ursprünglich sollte MindsEye Teil der Kreativplattform Everywhere werden, später konzentrierte sich das Studio vollständig auf das Action-Adventure.

Für aktuelle Besitzer von MindsEye bleibt damit offen, ob noch weitere Patches, neue Inhalte oder ein größerer Neustart kommen. Solange das Studio selbst keine Erklärung abgibt, ist nur klar: Die Probleme rund um das Spiel haben nun offenbar auch direkte Folgen für viele Menschen im Team.

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