Ein Mann mit Mütze hält ein Gewehr und blickt im Licht einer einzelnen Lampe angespannt in die Dunkelheit.
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Resident Evil: Rekordfilm, aber Streit um die Spiele

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Resident Evil ist für Zach Cregger ein Rekorderfolg. Trotzdem frustriert ihn, dass viele Debatten nicht den Film selbst, sondern seine Nähe zu den Spielen betreffen.

Zach Creggers „Resident Evil“-Verfilmung ist an den Kinokassen größer geworden als jeder frühere Film der Reihe. Weltweit soll sie inzwischen mehr als 320 Millionen US-Dollar eingespielt haben und damit „Resident Evil: The Final Chapter“ mit rund 314 Millionen Dollar überholen. Für den Regisseur hat dieser Erfolg die Diskussion um den Film aber offenbar nicht einfacher gemacht.

Im The Town Podcast sagte Cregger, ihn habe vor allem gestört, wie selten es in der öffentlichen Debatte um den Film selbst gegangen sei. Stattdessen hätten viele Gespräche daran gehangen, ob die Verfilmung Erwartungen aus den Spielen erfüllt, bekannte Figuren richtig verwendet oder von der etablierten Hintergrundgeschichte abweicht.

Ein Rekord löst keine Fanfrage

Die Zahlen zeigen, dass Creggers Film ein großes Publikum erreicht hat. Gleichzeitig zeigen seine Aussagen etwas, das bei Spielverfilmungen immer wieder wichtig wird: Ein Kassenerfolg beantwortet nicht automatisch die Frage, ob sich Fans in einer Adaption wiederfinden.

Bei einer Reihe wie „Resident Evil“ bringen viele Zuschauer konkrete Vorstellungen mit. Sie kennen Figuren, Orte und Geschichten aus den Spielen und achten deshalb besonders genau darauf, was eine Filmfassung übernimmt, verändert oder ganz neu erzählt. Wenn eine Verfilmung bewusst eigene Wege geht, wird jede Abweichung schnell selbst zum Gesprächsthema. Dann kann der eigentliche Film leicht in den Hintergrund rücken.

Cregger beschreibt genau dieses Gefühl. Nach seiner Darstellung drehte sich die Reaktion oft weniger darum, wie der Film als Film funktioniert, sondern stärker um die Frage, ob er einer bestimmten Vorstellung von „Resident Evil“ entspricht. Das ist keine Kleinigkeit, denn beide Fragen können zu unterschiedlichen Antworten führen. Ein Film kann viele Menschen erreichen und seinem Regisseur gefallen, während ein Teil der langjährigen Fans trotzdem unzufrieden bleibt.

Cregger steht weiter hinter seinem Film

Trotz der Frustration sagte Cregger, er sei stolz auf seine Arbeit. Der Film sei das geworden, was er von Anfang an habe machen wollen. Gleichzeitig räumte er ein, dass ihn das Ausmaß der Kritik überrascht habe. Die hohen Erwartungen an eine bekannte Marke seien ihm zwar bewusst gewesen, die Intensität der Diskussion habe er aber offenbar unterschätzt.

Das macht seine Aussage interessanter als eine einfache Klage über Kritik. Cregger stellt nicht infrage, dass Fans Erwartungen an eine große Spielreihe haben. Er sagt eher, dass diese Erwartungen die Wahrnehmung des Films so stark bestimmt hätten, dass andere Aspekte kaum noch Platz hatten.

Für Spieler und Filmfans ist das ein bekannter Konflikt. Eine sehr genaue Übertragung kann vertraute Elemente bewahren, muss aber trotzdem als eigener Film funktionieren. Eine freiere Adaption kann neue Ideen ausprobieren, riskiert dafür aber, dass sich Teile der Community nicht angesprochen fühlen. Creggers Reaktion zeigt, dass hohe Einnahmen diesen Konflikt nicht verschwinden lassen.

Sein bislang größter Kinoerfolg

Finanziell hat sich die Verfilmung für Cregger klar ausgezahlt. Mit mehr als 320 Millionen US-Dollar weltweit ist „Resident Evil“ laut den genannten Zahlen nicht nur der erfolgreichste Kinofilm der Reihe, sondern auch der größte Erfolg des Regisseurs. Sein vorheriger Hit „Weapons – Die Stunde des Verschwindens“ kam demnach auf etwa 270 Millionen Dollar.

Dass Cregger künftig noch einmal an einem bestehenden Franchise arbeiten könnte, schloss er im Podcast nicht aus. Seine Erfahrung mit „Resident Evil“ dürfte dabei aber eine klare Lehre hinterlassen haben: Bei einer bekannten Spielmarke wird nicht nur ein neuer Film bewertet. Oft wird zugleich darüber gestritten, wem diese Reihe gehört und wie weit eine neue Interpretation gehen darf.

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